Reisezeiten

Die beste Reisezeit gibt es nicht. Wenn jedoch gemeint ist, die beste Reisezeit um im und durch das Hochland zu fahren, dann sind das die Monate Juli und August.

 

In den Sommermonaten Juli und August ist nahezu das gesamte Hochland für 4x4 Fahrzeuge befahrbar. Auch in dieser Zeit trifft man auf den Hochlandpisten nur wenige Fahrzeuge.

Es ist unbeschreiblich, Stunde um Stunde auf teilweise anspruchsvollen Pisten durch die einsame Landschaft zu fahren und mit Spannung die nächste Etappe zu erwarten.

 

Die Kosten für die Anreise mit der bis auf den letzten Platz ausgebuchten Fähre Norröna sind zu der Zeit (Hochsaison) jedoch sehr hoch.

Für den Preis kann man in der Vor- oder Nachsaison bequem 2x fahren.

 

Allerdings sind in der Hochsaison Plätze wie Askja, Þórsmörk und Landmannalaugar auch gut besucht, für meinen Geschmack vielleicht schon zu gut besucht.

 

Die Gletscherlagune Jökulsarlon (liegt direkt an der Ringstrasse und ist mit jedem Fahrzeug bequem erreichbar) wird zu der Zeit regelrecht übervölkert. Zahlreiche Touristen werden mit riesigen Schwimmwagen zwischen den Eisbergen herumgefahren.

 

In der Zeit April bis Mai/Juni und September/Oktober ist die Lage schon "entspannter".

 

Richtig einsam ist es im April und Oktober. Dann wird man von den Hüttenwarten (sofern schon/noch anwesend) als oft einziger Besucher mit Handschlag begrüsst.

 

Während ich im Sommer 2008 in Landmannalaugar "im Stau" stand, habe ich im Oktober 2010 am Abend mit den beiden Hüttenwarten bei netten Gesprächen bis tief in die Nacht eine Flasche geleert.

 

Die Jungs waren entspannt und hatten Zeit - später kam dann noch ein zweiter Wagen (Isländer mit Pinzgauer 6x6) und gesellte sich dazu.

Am nächsten Morgen ging es dann bei Aussentemperaturen von -17° Celsius zum Baden in den heissen Quellsee. Den hatte ich für mich allein - im Sommer hatte ich mich vor lauter Menschen nicht hineingetraut.

 

Ein ähnliches Erlebnis hatte ich im April 2009 im Tal Þórsmörk. Auch hier ergab sich binnen Minuten ein persönlicher Kontakt zum Hüttenwart/ Betreiber des zu der Zeit menschenleeren Tals.

Wenig später lud er uns zum Essen beim "Nachbarn" auf der anderen Seite der Krossa ein.

Und dieser Nachbar samt Familie freute sich sogar über die Abwechslung.

Fotoalben mit Aufnahmen von in der Krossa versenkten Hochlandbussen und Geländewagen wurden herausgeholt und eifrig bei Pfannkuchen mit Whisky diskutiert.

 

Kurz vor Aufbruch stand plötzlich die örtliche Bergwacht mit einem XXL-Geländevan vor der Tür.

Die Jungs wollten nur mal "hallo" sagen. Es folgte ein gegenseitiges "ausspionieren" der Fahrzeuge. So etwas erlebt man im Sommer nicht!

 

Im April 2009 war die Þórsmörk für mich erreichbar, im Oktober 2010 jedoch nicht (zu tiefe Furten).

Hingegen war Landmannalaugar im Oktober 2010 für mich erreichbar, während im April 2009 die Piste bereits wegen einsetzender Schneeschmelze gesperrt war (Frühjahrssperre).

 

In der Zeit von November bis März läuft die Norröna offiziell Seydisfjördur nicht an.

Nachtrag/Aktualisierung September 2015: Die Route kann jetzt ganzjährig gebucht werden!

 

Wer dennoch in dieser Zeit fahren möchte, sollte sich mit der Reederei in Verbindung setzen. Oft ist ein Transport auf "stand-by" - Basis möglich. Man sollte jedoch zeitlich flexibel sein und an Bord keinen Service erwarten.

 

Aktuelles

ISLAND - Januar 2017

neue Galerie online!

SOFORT - Zugriff auf (klick):

M/S Norröna, Smyril Line Fähre

die aktuelle Position: hier

 

Tolles Zeitraffervideo, unbedingt in HD ansehen !!

weitere Videos: hier

 

*** LESETIPP ***

"Aus dem Tagebuch eines Hüttenwartes"

Kerstin Langenberger (Homepage) hat hier ihre Tagebuchaufzeichnungen zu einem mitreissenden und absolut lesenswerten Bericht (zum Lachen und Nachdenken) zusammengefasst.

Für euch, dank Kerstin, zum freien downloaden.

Viel Spass bei der Lektüre !!

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(neuer "Top Five" - Counter ab dem 04.04.2014)