Defender - Minimalausbau

Wohnausbau „Minimallösung“ Defender 110

 

Da ich auf meinen Touren (in die „Kälte“) überwiegend allein fahre, habe ich den Ausbau auch nur für eine Person konzipiert. Für zwei Personen müsste lediglich eine kleine Änderung (siehe weiter unten) vorgenommen werden.

 

Grundvoraussetzung:

Auf die hinteren Sitze muss vorübergehend verzichtet werden, der Landy wird also zum Zweisitzer.

 

Um meine 7-Sachen unterzubringen, habe ich hinten links eine Radkastenbox eingebaut, in welche auch gleich der hintere linke Audiolautsprecher integriert wurde.

 

Es ist eine geschlossene Box aus Bootsbausperrholz mit einem festen Deckel, welcher mittels VA-Klavierband befestigt ist. Auf dem Deckel lässt sich während der Fahrt z.B. eine grosse Reisetasche festschnallen.

Im Stand bietet die Box eine sehr gute Ablagemöglichkeit (als Tisch, Sideboard).

 

Man sollte beim Bau der Box darauf achten, den „Hüftschwung“ der Karosserie mit einzuplanen, um ein grösstmögliches Stauvolumen zu erzielen.

 

Bei der Montage der Box habe ich nach hinten (zum Rücklicht) ca. 15cm Luft gelassen, um ggf. von innen an die Elektrik zu gelangen. Die Box ist durch den Radkasten mit 3x M8 in VA verschraubt.

 

Auf der rechten Seite habe ich eine Koje eingebaut, welche lediglich aus einer soliden Holzplatte (Bootsbausperrholz) mit 4 Füssen (höhenverstellbar, aus dem Baumarkt) besteht. Die Koje ist ca. 1,89m lang, am Kopfende ca. 70cm breit und läuft zum Fussende (zur Hecktür hin) für einen bequemen Einstieg in den Landy schräg auf ca. 50cm Breite zu. Die Koje liegt zum Teil auf dem rechten Radkasten auf.

 

Wenn der Beifahrersitz nur wenige cm vorgeschoben wird, können hier auch über 1,90m grosse Personen bequem schlafen (und das, anders als beim Dachzelt, entspannt bei JEDEM Wetter).

Zwischen Radkastenbox und Koje bleibt genug Platz für z.B. ein stehendes Mountainbike oder einen liegenden ausgewachsenen Berner Sennenhund …

 

Auf der Koje liegt eine mit robustem Kunstleder bezogene massgefertigte Schaumstoffmatratze (Kunstleder braun mit Ledernarbung, Matratze mittelfest und 10cm stark).

Kunstleder ist nass abwischbar und so kann ich die Auflage z.B. auch auf nassem Rasen verwenden.

 

Die Koje ist „pistenfest“ mit 2 VA-Schrauben durch den Radkasten befestigt.

Montagezeit 2er Rückbank raus, Koje rein: Ca. 5 Minuten mit 2 Personen (wg. Verschraubung).

Da die Koje auf Füssen steht, ist der Platz darunter gut zugänglich und als offener Stauraum nutzbar.

 

Der hintere Bereich des Fahrzeugbodens (bis zur Gurtbefestigung der 2. Sitzreihe) ist mit einer einteiligen wasserfesten Holzplatte in Teakstaboptik belegt (Bootszubehör). So kann Feuchtigkeit (z.B. getauter Schnee von Stiefeln) aufgewischt werden und zieht nicht in den Teppich bzw. alle Ecken.

 

Dieser Minimalausbau für unter Euro 1.000,-  hat sich auf (Winter-)Touren in Nordskandinavien und auf Island bewährt und stellt eine günstige Alternative zu den angebotenen Komplettausbauten dar.

 

Sofern man mit 2 Personen unterwegs ist, sollte einfach ein herausnehmbares Zwischenstück zwischen Radkastenbox links und Koje rechts eingepasst werden. Die Breite der Koje ist dann auch für 2 Personen ausreichend.

Der einzige Nachteil: Man kann dann nicht mehr auf der Koje sitzen, da der freie „Fussraum“ davor entfällt.

 

Tipp:

Bootsbausperrholz vor Gebrauch/Einbau 1x mit Teaköl farblos behandeln oder für den Möbelbau Birke Multiplex (wasserfest verleimt) verwenden und lackieren.

 

Den hinteren linken Einzelsitz (in der 2. Reihe) habe ich ausgebaut und hier aus Bootsbausperrholz eine Ablage für wahlweise einen 20-Ltr. Wasserkanister oder einen mobilen Kocher vorgesehen.

Als feuerfeste Unterlage habe ich ein VA-Blech gewählt. So kann ich auch bei schlechtem Wetter kleine Gerichte oder Kaffee im Defender kochen.

 

Der Luftstrom der Luftstandheizung (im Aluminium-Gehäuse unter der Mittelbox „Cubby-Box“ montiert) tritt unter der Koje aus und erwärmt und trocknet so den gesamten Innenraum von unten.

 

Da ich aussen (hinten links vor den Schiebefenstern) Sandbleche fest montiert habe, kann ich in der Nacht das Schiebefenster ganz oder teilweise geöffnet lassen, ohne dass dunkle Gestalten in das Wageninnere greifen können.

 

In Verbindung mit den vorderen Lüftungsklappen ergibt sich so ein „Wohlfühlklima“ bei JEDEM Wetter!

Aktuelles

ISLAND - Januar 2017

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M/S Norröna, Smyril Line Fähre

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Tolles Zeitraffervideo, unbedingt in HD ansehen !!

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*** LESETIPP ***

"Aus dem Tagebuch eines Hüttenwartes"

Kerstin Langenberger (Homepage) hat hier ihre Tagebuchaufzeichnungen zu einem mitreissenden und absolut lesenswerten Bericht (zum Lachen und Nachdenken) zusammengefasst.

Für euch, dank Kerstin, zum freien downloaden.

Viel Spass bei der Lektüre !!

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